Die wichtigste Entscheidung meines Lebens

Dienstag, 11. Oktober 2016

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Vor einer ganzen Weile habe ich euch bereits die ersten Stifte von Pilot Frixion vorgestellt, deren Tinte man wegradieren kann. Ich kann euch sagen, dass sie bei uns sehr oft genutzt werden und die Klasse meines Sohnes die Stifte auch gekauft hat. Nun gibt es die ersten Filzstifte zum wegradieren.
Passend zum Thema hat Pilot ein Video zum Thema Entscheidungen rausgebracht. Ihr könnt euch interaktiv durch das Video klicken und am Ende an einem Gewinnspiel teilnehmen.
Passend zum Thema möchte ich über ein Thema schreiben, das mir sehr am Herzen liegt und wohl die größte und wichtigste Entscheidung meines Lebens war. Tagtäglich trifft man Entscheidungen, jedoch sind es meist nur die Kleinen wie: Welchen Lippenstift trage ich? oder Welchen Nagellack lackiere ich heute? In dem Moment ist es eine Entscheidung die man mehr oder weniger stark überdenkt und die für das Leben doch so unwichtig ist.
Meine Wichtigste Entscheidung traf ich, als ich 18 war. Damals war ich ein Jahr mit meinem Freund zusammen und hatte noch gut ein Jahr vor mir um mein Abi zu beenden. Damals stellte ich fest, dass ich schwanger war und musste eine für mich sehr schwere Entscheidung treffen. In meinem Herzen sprach alles für mein Kind, dessen Herzschlag ich bereits sehen konnte, jedoch reagierte mein Umfeld und auch meine Familie anfangs nicht sehr positiv auf die Nachricht. Mein Freund hielt jedoch zu mir und zusammen zogen wir es durch. Eltern mit 19!
In der Woche meines Entbindungstermins schrieb ich noch drei Klausuren, heute frage ich mich, wie ich das geschafft habe, aber da war ich eben jünger^^ Nach dem Abitur sind wir zusammen in unsere erste Wohnung gezogen und damit weg von den Eltern. Nach einem Jahr Pause habe ich mit meinem Studium angefangen, das ich gegen Ende doch etwas habe schleifen lassen und nun mit meiner Masterarbeit endlich beenden werde. Ich bin sicher nicht stolz darauf, so früh Mutter geworden zu sein, aber ich sehr stolz auf das Ergebnis. In ruhigen Momenten, wenn ich mit Junior kuschel freue ich mich immer wieder, mich für diesen Schritt entschieden zu haben. Ich möchte damit niemanden ermutigen früh schwanger zu werden, aber denen Mut machen, denen es doch passiert. Es gibt viele Wege ein Kind groß zu ziehen und sich Hilfe zu holen. Es macht mich traurig zu lesen, wenn junge Mütter ihre Babys irgendwo hinlegen oder im schlimmsten Fall töten, weil sie überfordert sind und nicht unterstützt werden.
Das Thema geht mir sehr nahe, da auch ich damals viel für mein Kind und unser Glück kämpfen musste. Ich danke an dieser Stelle vor allem meinem Freund, der bis heute an meiner Seite ist. Auch meinen Lehrern bin ich sehr dankbar für ihre damalige Unterstützung und auch meinen damaligen und heutigen Freundinnen, die für mich haufenweise Sachen zusammen getragen haben :) Schon lange habe ich überlegt über das Thema zu schreiben und freue mich, es heute mit euch geteilt zu haben.


Liebe Grüße,

Zuletzt aktualisiert am 11.10.2016
Kooperation mit blogfoster

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23 Kommentare

  1. Das hast du sehr schön geschrieben. :)

    Freut mich, dass ihr beide immer noch zusammen seid.

    Liebe Grüße, Anna <3

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    1. Ja, man mag es kaum glauben, dass eine Jugendliebe so lange hält.

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  2. Wieso nicht stolz darauf sein, nur weil man jünger als der Durchschnitt war. Vielleicht ist stolz das falsche Wort, denn ich verbinde es mit Mutter sein. Ich habe mit 18 meine Tochter bekommen. Alles hat Vor und Nachteile. Sehr schön, dass du jetzt deine Masterarbeit machst und ihr noch zusammen seid. Ein schöner Post
    Liebe Grüße

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    1. :) Schön, dass du deine Tochter auch so früh bekommen hast. Ich meinte damit auch eher, dass es nicht soo passend ist, ein Kind vor einem Schulabschluss zu bekommen. Aber man kann es schaffen, wie man an uns sieht und sollte nicht aufgeben.

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    2. Ah okay, ja da hast du recht. Hab es anders gelesen 😉 aber oft kommt es eben anders im Leben.

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    3. :) Vielleicht habe ich mich da zu zweideutig ausgedrückt oder man muss es richtig betonen^^ Und ja es kommt oft anders im Leben und ich wollte mit dem Post anderen Mut machen, denn ich hätte es vermutlich bereut, wenn ich mich anders entschieden hätte.

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  3. Da hast Du wohl die richtige Entscheidung getroffen, das ist toll. Ich finde immer, egal, für was man sich entscheidet, das beste draus macht und nichts bereut, sondern immer nach vorne blickt.

    Ganz liebe Grüße,
    Moppi

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    1. Ja da hast du recht. Aber besonders wenn an ein Kind hat, muss man sich einfach Mühe geben, das Beste draus zu machen :) Da gibt es natürlich auch viele andere Situationen wo das zutrifft.

      Liebe Grüße zurück,
      Fio

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  4. Hut ab, dass ist eine schwere Entscheidung. Hattest du Unterstützung seitens deiner Eltern? Danke für diesen tollen Beitrag:-) Allerdings habe ich plötzlich so viele Fragen und ich denke nicht nur mir geht es so. Falls du dazu mal einen FAQ Beitrag hast, fällt mir genug ein :-)
    Ganz liebe Grüße, Christina

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    1. Erst mal danke für dein positives Feedback. Wenn es gewünscht ist, kann ich gerne einen FAQ Beitrag machen, ich weiß nur immer garnicht so genau was für Fragen da aufkommen, da ich meine Geschichte ja kenne :) Du darfst dich also frei fühlen mir zu antworten.

      Allgemein gesagt, hat es mein Umfeld aber gut aufgenommen. Meine Freundinnen und auch meine Lehrer haben mich super unterstützt. Ich hatte auch das Glück, dass meine Eltern mich finanziell unterstützen konnten und meine lieben Schwiegereltern ebenfalls.

      Ganz liebe Grüße zurück,
      Fio :*

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  5. Oh ja, ich erinnere mich. Wir hatten einen Kurs zusammen (PW?!) und sollten Stühle irgendwo hinbringen. Und du hast keinen genommen und gesagt, ich soll doch nicht schwer heben in meinen Umständen und dann wussten es auch alle, die es noch nicht mitbekommen hatten bis dahin. Weißt du das noch? Ich finde toll, wie ihr das gemeistert habt als Familie!!

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    1. Ja ich weiß noch, dass ich keinen getragen habe, aber ich glaub unser PW Lehrer hat gesagt ich darf nicht^^ Ja das schlimmste war eigentlich anfangs das getuschel. Zumindest hat es mich damals sehr verunsichert. Die eingeweihten Mädels wollten es anderen erzählen und meinten auf ein mal zu mir, alle wissen es. Das war ein totaler Schock. Aber ich habe mich über alle gefreut die mir beigestanden haben. Wir mussten ja auch noch ein Referat halten und da ist meine Gruppe extra zu mir gekommen, da das Baby schon da war. Das war wirklich toll, solche Freunde wünscht man jedem! Und danke für deine Lieben Worte. Ihr seit aber auch sooo eine süße Familie <3

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  6. Oh, das ist ja schön, dass du etwas so Persönliches mit uns teilst. Danke <3
    Außerdem finde ich es richtig toll, das du das Kind behalten hast und ihr noch heute zusammen seid. :)

    Liebst Elisabeth-Amalie von Im Blick zurück entstehen die Dinge

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  7. Ich finde, du kannst wirklich stolz auf dich sein! Studium trotz Kind ist sicherlich nicht leicht und viele hätten sich das vielleicht gar nicht erst getraut. Und ich finde es sehr schön, dass dein Freund zu dir gehalten hat :)

    Liebe Grüße,
    Jana von bezauberndenana.de

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  8. Respekt, das schafft nicht jede und schön dass dein Freund dir zur Seite steht ;) Aber vergiss dich nicht darüber hinaus. Wenn man so jung schwanger war, war man vorher das Kind, dann die Freundin und jetzt die Mama von jemanden. Solche Entscheidungen bereut man selten, aber würde meine Tochter, sie ist jetzt 15, ich war damals 17 Jahre, so früh schwanger werden - tendiere ich ganz klar zur Abtreibung. Denn in dem Alter, kann man die Entscheidung gar nicht treffen. Letztendlich bildet man einen Menschen aus ... obwohl man selber gerade damit anfängt sich alleine weiter zu bilden.

    Ich liebe mein Kind, aber ich möchte das sie lebt, ihre Träume erfüllt, die Welt entdeckt und das frei und unbekümmert. Mit einem kleinen Kind geht das nicht. Die Stimme, die ich damals ignorierte wurde in den Jahren immer lauter.

    Ein toller Satz aus dem Film WILD - "Ich war all die Jahre Ehefrau und Mutter, aber nie ich." Eine traurige Erkenntnis, wenn man nur noch ein Monat zu Leben hat. Daher lebe ich seit einiger Zeit auch meine Träume, ich bin zwar Mama, aber auch ich, dass musste mir erst ne Psychologin sagen, nachdem man sich all die Jahre fürs Kind aufgeopfert hatte. Den viele junge Mütter sind unter einem enormen Druck, eine gute Mama zu sein, weil sie ja so jung sind.

    In drei Jahren, wenn meine Große 18 ist, werde ich für ein oder mehrere Jahre in die Staaten von Kanada nach Mexiko wandern, vielleicht kommt sie sogar mit. Es ist zu schaffen, aber jeder der in dieser Situation ist, sollte noch einmal seine Träume durchgehen und wenn ein Kind nicht passt, dann ist es in Ordnung, wenn man sich als Priorität sieht, denn nur eine glückliche Mama, ist auch eine gute Mama.

    Viel Kraft weiterhin, du wirst sie brauchen und die Welt dreht sich immer weiter. Liebe Grüße Julia

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  9. Ganz toller Artikel! Ich habe Respekt vor dir wie du das alles gemeistert hast, wow! Und zu deiner Mastearbeit gratuliere ich dir noch nachträglich :)

    LG, Moni von Glam & Shine

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  10. Wirklich ein toller Beitrag! Man was anderes, gefällt mir richtig gut! Von mir auch alles nachträglich zu deiner Masterarbeit.

    Liebe Grüße Lisa
    http://www.pinkybeauty.de/

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  11. Das hast du wirklich sehr schön geschrieben, ich finde es wirklich toll das du dich damals für das Baby entschieden hast und es so gut gemeistert hast. :)

    LG Jasmin

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  12. sehr schön geschrieben. eine wirklich krasse entscheidung für dein leben!

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  13. Ich bin grade zum ersten Mal auf deinen Blog gestoßen und der Text hat mich sehr berührt! Toll, dass du anderen Frauen oder jungen Mädchen in der Situation Mut machst und auch ehrlich aussprichst, was Abtreibung bedeutet - ein Kind töten. Deinen kleinen Schatz gäbe es heute sonst nicht. Wie wunderbar, dass du dich anders entschieden hast! Häufig wird jungen Mädchen zur Adoption oder eben Abtreibung geraten, viele sind emotional (völlig verständlich) total überfordert von der Situation, lassen sich die Entscheidung von anderen abnehmen/vorschreiben und können später kaum mit den Konsequenzen leben.
    Einfach schön zu lesen, dass es bei dir anders war und du so viel Unterstützung erfahren hast!
    Liebe Grüße, Iris Maya

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    1. Hallo Iris,

      vielen Dank für deine lieben Worte. Ja es stimmt, oft wird man nicht so beraten wie es für einen gut ist. Jeder sollte ich frei entscheiden können und dann auch die nötige Unterstützung bekommen. Ich möchte mit diesem Post gerne Menschen Mut machen, egal wie sie sich entscheiden.

      Ganz liebe Grüße,
      Fio

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